Wir in Berlin – Alles inklusiv?

Ein Beitrag von Nadia Wahbe , Max Hettmann

Brandenburger Tor
Blog-Kategorie
Lehrer_innen bilden

AUF NACH BERLIN

Max und Nadia im Zug

Unser Tag beginnt (ganz schön früh) um 6.30 am Bielefelder Hauptbahnhof. Die Zugfahrt nutzen wir produktiv für ein krümeliges Frühstück und zum Falten unserer Werbe-Flyer für PortaBLe und HLZ. In Berlin angekommen bleibt noch etwas Zeit für eine kurze semi-professionelle Stadtführung von Max über den Alexanderplatz und einen Besuch auf dem (noch nicht geöffneten) Weihnachtsmarkt.

QLB-KOOPERATIONSWORKSHOP „INKLUSION IN DER LEHRKRÄFTEBILDUNG“

Um 11.00 beginnt der spannende Teil des Tages (deshalb haben wir auch mit Eintritt in das Gebäude der HU vergessen, weitere Fotos zu machen ;o) mit dem Kennenlernen der Vertreter_innen der QLB-Projekte aus Berlin, Potsdam, Jena, Hamburg, Halle-Wittenberg und Lüneburg.

Der Workshop, der von Dr. Julia Frohn (Berlin) und Dr. Karsten Krauskopf (Potsdam) geleitet wurde, hatte zwei grundlegende Ziele:

  1. Anbahnung von phasen- und projektübergreifenden Kooperationen und systematischen Vernetzungen unterschiedlicher lehrkräftebildender Akteur_innen zum Thema Inklusion.
  2. Auf Basis von Fokusgruppenmaterial, das aus explorativen Erhebungen der beiden Ausrichter_innen stammt: Formulierung gemeinsamer Leitfragen, die helfen sollen, Desiderate für zukünftige Kooperationen von Nach-wuchswissenschaftler_innen aufzuzeigen.

Dazu sammelten wir zunächst Fragen, mit denen die einzelnen Teilnehmer_innen in den Workshop kamen. Die Vielfalt der mitgebrachten Fragen allein zeigte den Umfang der Inklusions-Thematik auf. Dabei wurden Fragen zu Begrifflichkeiten, Antinomien pädagogischen Handelns, fachdidaktischen Umsetzungen, konkreten Förderbedarfen, gesellschaftlicher Einbindung, inklusiver Lehre an der Universität, Einstellungen, (forschungs-)methodischen Gesichtspunkten uvm. gestellt.

Anschließender Kern des Workshops war die Arbeit an vorbereitetem Fokusgruppenmaterial (Gruppendiskussion mit 8 [bzw. 5] Seminarleiter_innen aus Berlin [bzw. Potsdam]) als Ausgangspunkt und Impuls für die Entwicklung weiterer Fragen.

Einige der zahlreichen erarbeiteten Fragen waren nicht neu oder überraschend, sondern wurden vielmehr bereits in verschiedenen Publikationen diskutiert. Andere Fragen erschienen uns hingegen seltener gestellt, wie z.B. nach dem Umgang mit begrenzter Zeit, einem Denken radikal vom Kinde aus oder nach dem Umgang mit Heterogenität, Besonderheiten und Potenzialen in der Leh-rer_innenbildung.

Türschild der HU Berlin

 

Trotz der unterschiedlichen Perspektiven, die von den Teilnehmer_innen vertreten wurden, z.B. die sozialpädagogische, die Lehrer- und die Forschersicht, sind wir uns einig, dass inklusive Lehrkräftebildung erst dann gut gelingen kann, wenn verschiedene Akteur_innen sich als ein starkes Miteinander zusammenfügen. Die Ausbildung von inklusionssensiblen Lehrkräften scheint eine Aufgabe zu sein, an der Hochschullehrende, Wissenschaftler_innen, Schullehrkräfte, Sonder-, Heil- und Inklusionspädagog_innen, Sprachförder- und DaZ-Lehrkräfte sowie die Fachdidak-tiken und Schulpraktikumsbeauftragten zusammenarbeiten müssen, um innovati-ve Unterrichtskonzepte und entsprechend inklusionsorientierte Materialien zu entwickeln, die eine Schule der Vielfalt, wie sie u.a. die KMK fordert, ermöglichen und nachhaltig bewirken.

Der Workshop endete mit der gemeinsamen Planung des weiteren Vorgehens, wie weiteren Kooperationstreffen oder einer gemeinsamen Veröffentlichung.

DAS WAR’S SCHON

U-Bahn Alexanderplatz

Nach dem Rühren der Werbetrommel für PortaBLe und HLZ endete für uns ein sehr lehrreicher und spannender Tag mit einem Feierabendbier (bzw. einer Feierabendbrause) im Braufaktum am Alexanderplatz.

Wir bedanken uns bei den beiden Ausrichter_innen und den anderen Teilnehmer_innen für einen tollen Tag und hoffen auf gute Zusammenarbeit in der Zukunft!

 

Ein Beitrag von Nadia Wahbe und Max Hettmann.

 

Bildnachweise

Titelbild: pixabay, abgerufen am 9.2.2018

Bilder im Text: privat

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